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ISO 9001 - Qualitätsmanagement

Die ISO 9001:2008 wurde überarbeitet und ist am 23. September 2015 als ISO 9001:2015 erschienen. Das offizielle Publikationsdatum ist der 15. September 2015. Es gilt eine Übergangsfrist von 3 Jahren. Zertifikate nach ISO 9001:2008 sind bis maximal am 14. September 2018 gültig.

KONTAKT

Swiss TS Technical Services AG
Zertifizierungsstelle
Richtistrasse 15
8304 Wallisellen
Telefon +41 44 877 62 30
Fax +41 44 877 62 32
E-Mail zs@swissts.ch

Wieso eine Revision?

ISO-Normen werden periodisch überprüft, um festzustellen ob sie noch den Anforderungen der Anwender entsprechen.

ISO hat global eine Umfrage durchgeführt und das Resultat publiziert:

27% sind sehr zufrieden, keine Änderungswünsche
64% wünschen kleine Verbesserungen

Ergänzungen wurden vor allem in diesen Themen gewünscht:

  • Ressourcenmanagement
  • Kundenorientierung
  • Wissensmanagement
  • Risikomanagement

 

73% der Anwender möchten, dass Risikomanagement deutlicher angesprochen wird.

 

 

 

Die wesentlichen Änderungen

  • neue „High Level Structure“
    Es wird die neue „High Level Structure“ für Managementsysteme mit
    10 statt wie bisher 8 Kapiteln angewendet.
  • risikobasierter Ansatz
    Es wird explizit risikobasiertes Denken verlangt, Chancen und Gefahren sind einzuschätzen und daraus die Konsequenzen abzuleiten, die bisherigen Anforderung an vorbeugende Massnahmen sind ein Teil davon.
  • prozessorientiertes Vorgehen
    Der prozessorientierte Ansatz wird weiter gefördert.
  • weniger festgelegte Anforderungen
    Die Bewertung der Risiken soll für den Umfang richtungsweisend sein.
  • weniger Schwergewicht auf der Dokumentation
    Der Umfang der Dokumentation soll sich an den Risiken und der Wirkung orientieren.
  • verbesserte Anwendbarkeit für Dienstleistungen
    Ist nicht neu, wird aber zusätzlich betont.
  • verstärkte Betonung auf das Umfeld der Organisation (Kontext, interessierte Parteien)
    es geht darum den Kontext der Organisation zu verstehen und die Erwartungen der relevanten Anspruchsgruppen zu kennen
  • erweiterte Anforderungen an die Führung
    Es wird kein „Beauftragter der obersten Leitung“ mehr gefordert, das Ziel ist, dass die ganze Führung sich für das QMS verantwortlich macht.
  • grösseres Gewicht auf den gewünschten Ergebnissen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern
  • Wissensmanagement
    Wissensmanagement (7.1.5) - Ermitteln des erforderlichen Wissens - Aufrechterhaltung, Schutz und Bereitstellung - Ermittlung künftiger Bedürfnisse.
  • Verbesserungen können/sollen nicht nur kontinuierlich (fortlaufend) stattfinden
    Es sind auch sprunghafte Verbesserungen möglich.
  • Die Beschaffung wird erweitert zu extern breitgestellten Produkten und Dienstleistungen
    Das war schon immer so gemeint, wurde aber oft falsch interpretiert. Das QMS muss die Verantwortung für die ausgelagerten Prozesse berücksichtigen.

Entwicklung

Die erste Version von ISO 9001 wurde 1987 publiziert. Weitere Versionen sind 1994, 2000 und 2008 erschienen. Besonders erwähnenswert sind die Änderungen auf die Version 2000. Ihr zugrunde gelegt wurden die 8 Managementgrundsätze und insbesondere der prozessorientierte Ansatz.

Die neue Version verfolgt folgende Ziele erfüllen:

  • Anforderungen sollen für die nächsten 10 Jahre wenig geändert werden müssen
  • Einsetzbar für alle Arten und Grössen von Organisationen in allen Branchen sein
  • Den Prozessansatz verfolgen
  • Entwicklungen berücksichtigen
  • Veränderungen antizipieren
  • Die neu definierte Struktur übernehmen
  • Implementierung und Konformitätsaudits erleichtern
  • Eine einfache Sprache verwenden

 

Am 05. Mai 2015 wurde die Version ISO/FDIS 9001 und ISO/FDIS 9000 publiziert. Die in dieser Version beschriebenen Anforderungen sind definitiv. Gegenüber der publizierten Version dürfen nur noch redaktionelle Änderungen vorgenommen werden. 

Die Norm wurde mit Datum vom 15. September 2015 publiziert. Die Norm kann bei der  SNV bezogen werden.

 

 

Nutzen

Kunden

  • die Anforderungen werden erfüllt
  • Zuverlässigkeit
  • Verfügbarkeit
  • Wartbarkeit

 

Mitarbeitende

  • Arbeitsbedingungen
  • Arbeitsplatzzufriedenheit
  • Arbeitssicherheit und Gesundheit
  • Transparenz
  • Sicherheit

 

Eigentümer und Investoren

  • return on investment
  • Ergebnis
  • Marktanteil
  • Rendite

 

Lieferanten und Partner

  • Stabilität
  • Zuverlässigkeit
  • gegenseitiges Verständnis

 

Gesellschaft

  • Erfüllung von Gesetzen und Richtlinien
  • Arbeitssicherheit und Gesundheit
  • Umweltseinflüsse
  • Sicherheit

Was ist zu tun?

Gap-Analyse

Ermitteln, was zu tun ist, um die (zusätzlichen) Anforderungen zu erfüllen

Sie können dazu unsere Swiss TS-Checkliste benutzen (können Sie im Swiss TS-Shop kostenfrei herunterladen).

Implementierungsplan

Einen Umsetzungsplan erstellen

Training

Alle Betroffenen schulen und auf die Änderungen aufmerksam machen.

Entwickeln

Die Dokumentation anpassen.

Umsetzen und Wirkung erzielen

Das Geplante umsetzen und die Wirksamkeit der Massnahmen sicherstellen.

Begutachten lassen

Das Upgrade-Audit mit der Zertifizierungsstelle planen.