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HKN

Seit 2013 müssen alle Kraftwerke, welche eine Netzanschlussleistung über 30 kVA haben, im von Swissgrid betriebenen Schweizer Herkunftsnachweissystem erfasst sein. Dies betrifft auch konventionelle und Kernkraftwerke. Die im Herkunftsnachweissystem erfassten Kraftwerksdaten müssen von einem für diesen Kraftwerkstyp akkreditierten Auditor beglaubigt werden. Im System werden auch alle Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien mit Mehrkostenfinanzierung (MKF) oder kostendeckender Einspeisevergütung (KEV) erfasst.

Mehrkostenfinanzierung (MKF)

Grundsätzlich gehören sämtliche Produktionsanlagen von ,Erneuerbaren Energienʼ der Mehrkostenfinanzierung (MKF) an, die vor dem 31.12.2005 in Betrieb waren und es noch sind. Nur MKF-Anlagen, die nach dem 1. Januar 2006 in Betrieb genommen oder nach dem 1. Januar 2006 gemäss den Bestimmungen der revidierten Energieverordnung erheblich erneuert oder erweitert wurden, sind ab dem 1. Januar 2009 nicht mehr anspruchsberechtigt, sich an der Mehrkostenfinanzierung zu beteiligen. Diese Anlagen können jedoch für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) angemeldet werden. Weiter gilt, dass ohne Herkunftsnachweis kein Anspruch auf Mehrkostenfinanzierung möglich ist.

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)

Die kostendeckende Einspeisevergütung gilt für Anlagen von ,Erneuerbaren Energienʼ, die ab dem 1. Januar 2006 in Betrieb genommen wurden. Wurden grössere Änderungen und/oder Erweiterungen von älteren Anlagen, die nach diesem Datum durchgeführt wurden, können diese ebenfalls eine kostendeckende Einspeisevergütung geltend machen und von Swissgrid eine Zulassung bekommen.

Entwicklung

Mit der Einführung der erneuerten Energieverordnung wurde in der Schweiz eine Kennzeichnungspflicht für Strom eingeführt. Diese ist seit 2006 verpflichtend. Von dieser Pflicht sind alle Unternehmen betroffen, die in der Schweiz Endverbraucher mit Elektrizität versorgen.

Die Nachweise garantieren die Herkunft und Qualität des Stroms aus Produktionsanlagen in der Schweiz. Bevor jedoch Herkunftsnachweise für eine Produktionsanlage ausgestellt werden können, muss die Anlage im Herkunftsnachweissystem (HKN CH) erfasst sein. Seit Ende November 2007 ist Swissgrid offiziell Ausstellerin für diese Herkunftsnachweise.

Mit der neuen Energieverordnung müssen alle Anlagen, die von einer Förderung profitieren wollen (kostendeckende Einspeisevergütung oder Mehrkostenfinanzierung), Herkunftsnachweise erfassen lassen. Diese neue Energieverordnung ist seit dem 1. Januar 2009 verpflichtend.

Zum 01.01.2014 wurde das geänderte Energiegesetz in Kraft gesetzt. Damit stehen künftig mehr Mittel für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) zur Verfügung. Betreiber von kleinen Photovoltaikanlagen (unter 10 kVA) erhalten statt der KEV einen einmaligen Investitionsbeitrag.

Nutzen

Die Konsumenten sollen mehr Transparenz über ihren Strommix erhalten. Seit 2013 muss der Nachweis über die Herkunft und die Qualität des Stroms für die gesamte schweizerische Produktion aus Anlagen mit einer Netzanschlussleistung über 30 kVA erbracht werden. Die von Swissgrid ausgestellten Nachweise garantieren die Herkunft des erzeugten Stroms, zeigen also auf, von welchem Kraftwerk und welcher Energiequelle dieser stammt. Ausserdem wird über die Löschung der eingetragenen Energiemengen im HKN-System gewährleistet, dass die Energiemenge nur einmal verkauft wird.

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