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HAZOP Analysen

HAZOP-Studien (englisch: HAZard and OPerability) sind eine international weit verbreitete Methode zur Erkennung potenzieller Probleme bezüglich der Sicherheit und der Funktionsfähigkeit technischer Systeme.

Die HAZOP Methode (IEC 61882:2001) wurde ursprünglich für Chemieanlagen konzipiert, wird heute aber auch für Anlagen in anderen Industrien eingesetzt, hauptsächlich bei der Planung von Neuanlagen, aber auch bei der Planung von Umbauten und bei der Bewertung von bestehenden Anlagen. Zu den Sicherheitsproblemen gehört insbesondere die Freisetzung giftiger, entflammbarer oder explosiver Substanzen. Die sicherheitsbedingte Abschaltung einer Anlage beeinträchtigt im allgemeinen die Produktivität der Anlage, insofern sind HAZOP-Studien nicht nur aus sicherheitstechnischer, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht relevant.

In einer HAZOP-Studie wird untersucht, welche Abweichungen vom bestimmungsgemässen Betrieb einer Anlage zu welchen Problemen bezüglich Sicherheit und Betrieb einer Anlage führen könnten. Die Studie wird üblicherweise in einem interdisziplinären Team durchgeführt, welches Kompetenzen über die eingesetzten Substanzen, den Prozess, die Anlage und die Automatisierungstechnik zusammenführt und sich zu Besprechungen trifft. Die Moderation erfolgt durch einen internen oder externen HAZOP-Spezialisten, der das Verfahren beherrscht.

Im Rahmen dieser Besprechungen wird für jede Komponente der Anlage (zum Beispiel eine bestimmte Pumpe) untersucht, was geschehen könnte, wenn ein charakteristischer Betriebsparameter dieser Komponente (z. B. die Förderleistung der Pumpe oder der Flüssigkeitsanteil des von der Pumpe geförderten Mediums) vom vorgesehenen Wert bzw. Wertebereich abweichen sollte.

Um das Vorgehen zu standardisieren, werden vorab für jede typische Anlagenkomponente charakteristische Parameter festgelegt und für diese jeweils bestimmte Schlüsselworte, die das Abweichen (qualitativ, nicht quantitativ) beschreiben (z. B. für den Durchfluss „größer“, „kleiner“, „kein“ und „rückwärts“).

Für jedes passende Schlüsselwort eines jeden charakteristischen Parameters einer jeden Anlagenkomponente wird dann untersucht, welches die Ursache (cause) der Abweichung sein könnte und welche Auswirkungen (consequences) diese Abweichung aufgrund der stofflichen, energetischen und informationstechnischen Zusammenhänge der Anlage haben könnte. Wird eine dieser Auswirkungen als schwerwiegende Beeinträchtigung der Sicherheit oder der Produktionsleistung der Anlage angesehen, so müssen technische Maßnahmen gefunden und festgelegt werden, die entweder das Auftreten der Abweichung oder die Auswirkung zuverlässig eliminieren.

Swiss TS bietet als ausgewiesene Fachstelle die Vorbereitung, die Moderation, die Protokollierung sowie die Analyse der Ergebnisse von HAZOP-Studien an.

 

 

Weitere Dienstleistungen zu HAZOP Studien

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Kontakt

Dr. Patrick Weber

Leiter Anlagentechnik

Tel:  +41 44 877 61 91
Fax:  +41 44 877 61 75
patrick.weber@--anti-clutter--swissts.ch

 

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